~ Extinction of hopes ~


 

Titel: Extinction of hopes
Autor:
AmberLynn (aka Melissa_Scully)
Kontakt:
amberlynn@web.de
Kategorie:
Drama, Charakter Death, Angst, ein bisschen Scully POV
Rating:
PG-13
Spoiler:
The Truth
Short-Cut:
Was wäre, wenn alles in TT anders verlaufen wäre

Disclaimer:

Ich hätte es zwar gerne, aber die hier verwendeten Charaktere gehören nicht mir, sondern Chris Carter und FOX.

Die Songtexte die ich verwendet habe gehören auch nicht mir,

aber die Gedichte (hehe!!!) und die darf keiner ohne meine Erlaubnis

 für etwas anderes verwenden (das macht wahrscheinlich eh keiner, aber egal!)

 

I’m sitting here, staring on the wall
Waiting for our future
Waiting for the final call

I’m sitting here, staring at the door,
Wishing you’d be free,
Wishing you’d come in, to me.

I’m sitting here, thinking of you,
I’m scared, I’m worried and confused, too.
But I know there’s nothing I could do,
Except waiting for the final call.
Waiting for you…

By Melissa_Scully


Agent Dana Scully traf es wie ein Blitzschlag, wie eine kraftvolle elektrische Macht, die sie zu zerstören drohte, als sie aus Agent Doggett’s Mund die schmerzhaften Worte: „Tod durch die Giftspritze!“ hörte.
Sie fühlte sich wie durchbohrt und sah durch ihren Tränenschleier nur noch ein vertrautes Gesicht: Mulder!
Es war wie ein Film, der vor ihrem geistigen Auge ablief. Sie sah die einschneidenden Erlebnisse, die sie mit ihm erlebt hatte, sah seine und ihre vergossenen Tränen und auch die unbeschreiblich schönen Momente der Zuneigung, die sie, besonders in der letzten Zeit, so genossen hatten.

Die Tränen liefen ihr über das von Schmerz errötete Gesicht und sie hatte alle Hoffnung verloren. Die Bilder von Mulder wurden immer schneller, größer und deutlicher. Scully sah nun die Spritze mit der tödlichen Injektion, die langsam an Mulders Arm geführt wurde, dessen Gesicht keinen Ausdruck mehr hatte, Sie schüttelte den Kopf um die schreckliche Vorstellung zu vertreiben, aber es wurde nur noch schlimmer. Die Spritze an Mulders Arm, sein ausdrucksloses Gesicht, sie kommt immer näher, näher, näher...

Plötzlich war alles weg. In Scullys Kopf machte sich Leere breit und sie dachte an nichts mehr. Keine Gedanken, keine Gefühle, kein Schmerz – Nichts.
Sie war unter Tränen zusammengebrochen.


All the pictures that you left behind,
Are just memories of a different life,
Some that made us laugh, some that made us cry,
One that made you have to say goodbye.

By Jon Bon Jovi


Es fiel ihr schwer, ihre Augen wieder zu öffnen. Sie hatte Angst vor den Ereignissen, die sie zu Gesicht bekommen würde. Scully fasste trotzallem den Mut und öffnete langsam ihre blaugrünen Augen. Sie blickte in die ängstlichen Gesichter von Doggett und Reyes, die besorgt auf sie herrabblickten.
„Agent Scully, ist alles in Ordnung?“ fragte Monica Reyes mit sanfter Stimme. Scully wollte nicht zugeben, dass es ihr schlecht ging und nickte. Langsam stand sie auf und holte ihre Jacke. „Wo wollen Sie hin?“ fragte Doggett „Ich muss zu Mulder!“ war das Einzige, das Scully im Moment sagen konnte. Als er ihr hinterher gehen wollte, hielt Reyes ihn am Arm fest und flüsterte: „Lassen Sie sie alleine gehen, sie schafft das schon. Es ist besser so.“ Doggett nickte.
Scully stieg in das Auto und fuhr wie in Trance zu dem Gefängnis, in dem Mulder war, so dass sie sich bei der Ankunft fragte, wie sie es eigentlich geschafft hatte. Sie wusste es nicht.
Sie war einfach gefahren, ohne zu denken, wie von einer unsichtbaren Macht geleitet.


Im Gefängnis

Scully lief den endlos langen Korridor entlang und die Geräusche ihrer Absatzschuhe durchbrachen die Stille. Als sie an der Zelle ankam, wo ihr einer der Wärter die Tür aufhielt, holte sie noch einmal tief Luft und schluckte die Tränen hinunter, die sich schon wieder in ihren Augen ankündigten.
Scully trat ein und der Wärter folgte ihr. Dort stand er – Mulder. Genauso wie an dem Tag, an dem sie sich das erste Mal seit so langer Zeit der Trennung wiedergesehen hatten. Mit dem Gesicht zur Wand und bewegungslos.
„Mulder!“ flüsterte Scully und er drehte sich langsam zu ihr um. Beide sahen sich in die Augen und sagten nichts. Scully lief auf Mulder zu und die beiden umarmten sich lange. Er drückte sie so fest an sich, als wolle er sie nie wieder loslassen. Scully stiegen die Tränen in die Augen und sie vergrub ihr Gesicht in seiner Schulter. Mulder streichelte ihr sanft über ihr Haar und legte seinen Kopf an ihren. Sie wussten beide, dass sie vor dem Wärter, der jede Bewegung der beiden verfolgte, nicht offen sprechen konnten, aber trotzdem genossen sie jede Sekunde, in der sie zusammen sein konnten. „Die Zeit ist um!“ sagte der Wärter barsch. Mulder und Scully lösten sich wiederwillig voneinander und bevor sie sich zum Gehen umdrehte, nahm er ihre Hand und sah ihr noch einmal tief in die Augen. Scully erwiderte seinen Blick und sah in seinen Augen mehr, als man mit tausend Worten sagen kann. Mulder hatte Angst. Auch wenn er es nicht zugeben wollte, Scully sah, dass er unter all den durch Gehirnwäsche herbeigeführten Schuldgefühlen große Angst verspürte. „Los, die Zeit ist um!“ sagte der Wärter jetzt etwas schärfer und Scullys Augen lösten sich von Mulders Blick. Sie folgte dem Wärter langsam aus der Zelle und fragte sich, ob sie je wieder die Gelegenheit haben würde, mit Mulder zu reden ohne dass es jemand überwacht. Das war nun ihre letzte Hoffnung, noch ein letztes Mal mit ihm zu sprechen und ihm alles zu sagen, was sie in den letzten neun Jahren nicht über die Lippen gebracht hat.


In Scullys Apartement

Das Telefon klingelte und Scully nahm den Hörer ab.
„Scully!“ sagte sie mit müder Stimme. „Agent Scully, hier ist Skinner. Ich wollte Sie bitten, dringend in mein Büro zu kommen. Am besten sofort, ich erwarte Sie dort.“ Skinners Ton verriet ihr, dass es wirklich dringend war und sie hatte ein mulmiges Gefühl bei dem Gedanken, was sie nun schon wieder erwarten könnte. Trotzallem stieg Scully in ihr Auto und fuhr so schnell es ging zum Hauptquartier. Sie musste sich Mühe geben, nicht die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren, denn das schlechte Gefühl lies sie nicht los. Es wurde mit jedem Schritt schlimmer, den sie näher an Skinners Büro herantrat.
Als sie schließlich angekommen war, klopfte sie leise an die Tür. „Herein“ sagte Skinner und Scully trat ein. Sie sah, dass auch Director Kersh, Agent Doggett und Agent Reyes anwesend waren. Bei Kersh’s Anblick wurde sie wütend und fragte Skinner: „Was macht der denn hier?“
„Agent Scully, hören sie mir zu,“ begann Kersh hektisch. „Wir haben nicht viel Zeit um Muler zu helfen, deshalb müssen sie mir jetzt vertrauen! Wir werden Mulder retten, egal wie!“
Erstaunt und überrascht von dieser Information ließ sich Scully in den nächsten Stuhl sinken und sagte für eine kleine Ewigkeit nichts. Als sie ihre Stimme wiedergefunden hatte, sagte sie langsam: „Sie wollen also Mulder retten?“ Bei diesen Worten blickte sie Kersh scharf an und ignorierte ihre kleinen Tränen in den Augen. „Ja, und wir haben nicht viel Zeit!“ Reyes schaute Kersh leicht erschrocken an und fragte, wann Mulder die Todesspritze bekommen sollte. „Morgen früh punkt 7 Uhr! Also wenn wir überhaupt eine Chance haben, dann heute nacht!“ Scully war von diesen ganzen Informationen, die sie da hörte, überwältigt und konnte nichts mehr sagen. Sie blickte nur ins Leere. „Also“ begann Kersh wieder „wir treffen uns heute um Mitternacht vorm Gefängnis, dann versuchen wir Mulder rauszuholen.“ „In Ordnung“ sagten Doggett, Reyes und Skinner, auch Scully nickte kaum merklich.

Als sie wieder auf dem Heimweg war, wurde ihr plötzlich alles klar: Sie würden Mulder retten, ihn da rausholen, sie würden fliehen und endlich in Frieden leben können. Dieser Gedanke besserte Scullys Laune ein wenig, auch wenn sie noch nicht vom Gelingen des Plans überzeugt war.




0 Uhr vor dem Gefängnis

Scully und die anderen machten sich langsam auf den Weg in das Gefängnis. Den ersten Wachposten hatten sie mit Tränengas außer Gefecht gesetzt. Jetzt zählte nur noch eins: Schnell und unbeobachtet zu Mulders Zelle zu gelangen.
Sie rannten als ginge es um ihr Leben, die Gänge des Gefängnisses schienen unter der Erschütterung ihrer Schritte zu beben, obwohl sie leise rannten, die Zellen sausten vorbei wie im Flug und die dunklen Wände wirkten bedrohlicher denn je….
Der Weg schien immer länger zu werden, anstatt kürzer und Scullys Herz schlug wie wild in ihrer Brust.
Es stand ihnen nichts mehr im Weg, alle Wachposten waren außer Gefecht, gleich würden sie Mulder retten können…. Ihr Herz machte einen Sprung, bei dem Gedanken gleich wieder in seinen Armen zu liegen…
Da, seine Zelle, noch ein paar Schritte….gleich ist er da…


Ich sehe dich in meinen Gedanken,
so lebendig wie nie zuvor,
Du bist hier bei mir,
ich lasse dich nicht mehr los!

Ich sehe dich in meinen Gedanken,
so glücklich wie nie zuvor,
zusammen mit mir,
ich will dich nicht verlieren!

Ich sehe dich in meinen Gedanken,
doch in Wirklichkeit
bist du nicht mehr hier,
ich will es nicht glauben,
Hoffnung ist zerstört.

By Melissa_Scully

Der Blick in die kalte, leere Zelle wurde in Scullys Augen von einem Tränenschleier verwischt und sie ließ sich zu Boden sinken. Er war weg….alle Hoffnung zerstört… sie würde ihn nie wieder sehen!!!
Sie konnte nicht mehr klar denken, nur eins hämmerte immer wieder in ihren Kopf:
Er ist tot!!! Ich werde ihm nie wieder etwas sagen können! Er wird manche Dinge nie erfahren, die ich ihm so gerne noch gesagt hatte!
Und in diesem Moment brach es aus Scully heraus und sie schrie markerschütternd nach Mulder….

Skinner versuchte vergeblich sie zu beruhigen, aber es hatte keinen Sinn…er war tot.
Sie legte sich auf den Boden und blickte mit tränenüberströhmten Gesicht ins Leere. Ihr Gesicht schien in Sekunden um Jahre gealtert und in ihren Augen erkannte man nichts mehr….die Hoffnung war zerstört!
 

 

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